I magistri moesani antesignani dell'Europa

Antesignani dell'Europa

Im Rahmen der Bemühungen des Europarats um die Barockkultur wurde 1990 in Neuburg an der Donau das Projekt «Graubündner Baumeister und Stukkateure in Europa» initiiert, an dessen Beispiel in internationaler Zusammenarbeit sowohl die räumlichen Bewegungen in Europa zur Zeit des Barock erforscht und dargestellt werden sollten.

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Wegbereiter des Barock

Die Spuren der Künstler aus dem Moesano hinterlassen eindrückliche Spuren in ganz Zentraleuropa, die räumlichen Grenzen ihrer Schaffenskraft überziehen den deutschsprachigen Raum nördlich der Alpen bis an die Grenzen des slawischen Kulturkreises.

Der Katalog «Baumeister aus Graubünden» zählt die unvorstellbare Zahl von über 850 Objekten, sich von der Metropole des Katholizismus – von Rom aus erstreckend bis zum orthodoxen Glaubenszentrum des Ostens – Moskau!

Der Schwerpunkt der Aktivitäten indessen entfaltete sich im süddeutschen bzw. bayerischen Raum; unter allen Ortschaften weist Eichstätt mit 36 nachgewiesenen Kunstarbeiten Bündner Baumeister die höchste Schaffensdichte auf, die Zahl ihrer bisher entdeckten Objekte indessen beläuft sich auf ein Vielfaches!

Pfister M.,
Baumeister aus Graubünden,
Chur 1993

Als Folge der jahhunderte langen Tradition vermochten sich die Baumeister aus dem Misox und dem Calancatal zu einer eigentlichen Drehscheibe zwischen Italien, dem Ursprungsland der barocken Stil- und Kunstbewegung, und dem deutschsprachigen Raum nördlich der Alpen zu entwickeln.

Mit der Migration von Personen einher stellte sich einreger Austausch von Ideen über Volks- und Ländergrenzen hingweg ein: Südliches Flair, italienische Elleganz und Grazie strömten in die Räume nördlich der Alpen und verhalfen der Gegenreformation zu jener programmatischen Glanz und Glorie, welche tiefer Religiosität und Volksfrömmigkeit zu neuer Durchschlagskraft des Katholizismus verhalf.